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Katlenburg-Lindau – Die Gemeinde Katlenburg-Lindau muss dringend neue Flächen für Bauwillige im Gemeindegebiet ausweisen.

Darüber waren sich die Teilnehmer der Bürgermeister-Dienstversammlung im Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung einig. Deswegen sollen neue Baugebiete in den Ortschaften ausgewiesen werden.

Traditionell treffen sich zum Jahresbeginn die Ortsbürgermeister der sieben Ortschaften auf Einladung des Gemeindebürgermeisters, um sich auszutauschen, Termine abzustimmen und aktuelle Probleme zu diskutieren. Dabei stand das Thema Bauland dieses Mal ganz oben an. Bürgermeister Uwe Ahrens und Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese wiesen darauf hin, dass es im Gemeindegebiet zwar 153 Bauplätze gebe, davon seien aber nur knapp über 70 als Einzelbauplätze von den Eigentümern zu kaufen. Das sei für die sieben Ortschaften zu wenig.

In manchen Orten, wie in Berka, gebe es aktuell sogar gar keine Bauflächen mehr. In anderen Orten seien Flächen, auf denen sich über Jahre nichts getan habe, wie am „Schiefen Berg“ am Katlenburger Ortseingang von Northeim kommend, jetzt plötzlich vergeben. Allein am Schiefen Berg seien im vorigen Jahr zwölf Bauplätze verkauft worden, damit sei das Gebiet voll.

Die Verwaltung werde aufgrund des bestehenden Baudrucks neue Baugebiete planen, betonten Ahrens und Wiese. In Gillersheim sei dies relativ schnell möglich, weil im Anschluss an das ebenfalls fast volle Baugebiet „Kleiner Horbeck“ im Flächennutzungsplan bereits eine Anschlussfläche als weiteres Bauland ausgewiesen sei.

Auch die Zahl der Leerstände nannte Ahrens. Aktuell seien es 60 Gebäude. Eine Vielzahl davon sei jedoch in so schlechtem Zustand, dass nur noch ein Abriss infrage komme.

Eine schnelle Bebauung sei somit dort nicht möglich. Die Verwaltung bleibe in Kontakt mit Eigentümern. Auch in Sachen Ausweisung neuer Gewerbeflächen solle sich etwas tun, so der Bürgermeister. Da einige angedachte Flächen als neue Gewerbegebiete nicht mehr infrage kommen, weil es Probleme mit Eigentümern gebe, richte sich das Augenmerk nun auf eine Fläche am Ortseingang von Lindau, nördlich der Firma Leinemann.

Hier gebe es allerdings dass Problem, dass etwa die Hälfte der angedachten Fläche der Klosterkammer gehöre. Diese sei nur bereit zu verkaufen, wenn als Ersatz zugleich Tauschflächen geboten würden. Die Gemeinde sei deswegen auf der Suche nach solchen Flächen, so Ahrens.

Aus dem Kreis der Ortsbürgermeister und auch von seiten des Bürgermeisters wurde an der Haltung der Klosterkammer Kritik geübt. Hier müsse das Land helfen, denn dies sei vor Jahren schließlich mit verantwortlich für den Abzug des Max-Planck-Instituts aus Lindau mit dem Verlust vieler Arbeitsplätze gewesen.

Zudem habe das Land einst der Gemeinde den Burgbergkomplex aufgedrückt, sonst hätte man seinerzeit nicht das Bauland für die Burgbergschule bekommen. Die Unterhaltung des Burgbergkomplexes verschlinge aber Millionen-Beträge, Geld, das die Gemeinde gut auch anders ausgeben könnte.

Quellenangabe: Northeimer Neueste Nachrichten vom 16.01.2020

Katlenburg-Lindau – Die Gemeinde Katlenburg-Lindau bietet einen neuen Service an:

Alle im Gemeindegebiet existierenden Bebauungspläne sind ab sofort im Internet über die Gemeindeseite per Übersichtskarte aufzurufen.

Den neuen und in dieser Art im Landkreis wohl einmaligen Service stellte Bauamtsleiter Hans-Ulrich Wiese in der Dienstversammlung der Ortsbürgermeister vor. Zu finden sind die insgesamt 82 Pläne unter dem Reiter „Bauen“ unter dem Unterabschnitt „Bauleitpläne“. Für jede Ortschaft gibt es zunächst eine Übersichtskarte, auf der alle rechtskräftigen Pläne zu finden und auch anzuklicken sind. Interessant sein könnte das für Bauwillige, die auf Grundstückssuche sind, aber auch für Grundeigentümer, die eventuell Grundstücke haben, die als Bauland ausgewiesen sind. An die Pläne angehängt finden sich auch die Begründungen mit eventuellen Bauvorschriften und Bauvorschlägen für das jeweilige Gebiet. Demnächst sollen dort auch Planentwürfe zu finden sein, die sich im Aufstellungsverfahren befinden.

Noch interessanter für Bauwillige dürfte ein Blick auf Baulücken und freie Baugrundstücke im Gemeindegebiet sein. Auch die sind auf der Internetseite der Gemeinde unter dem Reiter „Bauen“ zu finden, wobei noch nicht für alle Ortschaften der aktuellste Verkaufsstand zu sehen ist. Eine Anfrage beim Bauamt der Gemeinde lohne sich deswegen immer, betonte Wiese.

Quellenangabe: Northeimer Neueste Nachrichten vom 18.01.2020