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Ex-Institut steht zum Verkauf

Buddhisten wollen Gelände in Lindau wieder veräußer

Lindau – Vor zweieinhalb Jahren machte der Verkauf des einstigen Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung in Lindau an die chinesische Firma Hubei Liuzu Culture Transmit in Wuhan Schlagzeilen. Jetzt wollen die Chinesen, die im MPI-Gebäude-Komplex gemeinsam mit dem Deutschen Liuzusi-Verein ein buddhistisches Meditationszentrum eingerichtet hatten, wieder verkaufen.

Das bestätigte jetzt eine Sprecherin der Liuzu Culture Germany GmbH, einer Tochterfirma von Hubei, die ihren Sitz in Lindau hat und die für die Verwaltung des Gebäudekomplexes zuständig ist.

Die Verkaufsabsichten der Chinesen waren zuvor auch schon Katlenburg-Lindaus Bürgermeister Uwe Ahrens bekannt geworden. Nach seinen Informationen haben die Buddhisten Probleme, aus China Geld für die energetische Sanierung und einen weiteren Umbau der MPI-Gebäude nach Deutschland zu transferieren.

Das bestätigte jetzt auch eine Sprecherin der Liuzu Culture GmbH gegenüber der HNA. Drei bis vier Millionen Euro seien für die nötigen Umbauten notwendig, doch an Geld sei schwer heranzukommen. Deshalb habe man jetzt auch schon Makler kontaktiert, um das Objekt zu veräußern. Aktuell habe man eine Beratungsfirma in Hamburg eingeschaltet, um den Komplex neu zu überplanen und neue Ideen für eine Umnutzung zu entwickeln. Vorstellbar sei, dass der Liuzu-Verein ein Gebäude weiter als Tempel und Bildungszentrum nutzt. Das hänge aber von potenziellen Kaufangeboten ab. Entschieden sei noch nichts.

Nach HNA-Informationen haben die Chinesen vor zweieinhalb Jahren eine Million Euro für das Objekt mit seinen acht Gebäuden bezahlt. Der Preis wurde offiziell allerdings nie bestätigt, weder vom Verkäufer, der Max-Planck-Gesellschaft, noch vom Käufer, der Firma aus China.

Im April 2019 gab es im Zentrum, das unter dem Namen „Liuzu Tempel Deutschland“ firmiert die letzten Meditations-Workshops. Seitdem wird der Komplex nur noch beheizt und von einem örtlichen Hausmeister regelmäßig kontrolliert.

Quellenangabe: Northeimer Neueste Nachrichten vom 06.01.2020, Seite 1